International

  • Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs
    Die WHO-Tabakkonvention (Framework Convention on Tobacco Control FCTC) enthält die Grundsätze, die weltweit für den Umgang mit Tabak und Tabakwaren gelten. Das Angebot und die Nachfrage von Tabakprodukten sollen durch verschiedene, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen abgestützte Massnahmen zugunsten einer besseren Gesundheit weltweit reguliert werden. Die WHO-Tabakkonvention ist am 27. Februar 2005 in Kraft getreten.

    - Seite der WHO zur Internationalen Rahmenkonvention
    - Seite des BAG zur Internationalen Rahmenkonvention
    - Rahmenkonvention (pdf, 41S.) auf deutscher Sprache

    10 Jahre Tabakrahmenkonvention der WHO: Vor zehn Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Tabakrahmenkonvention (Framework Convention on Tobacco Control) verabschiedet. Sie formuliert Grundsätze und Leitlinien für eine erfolgreiche Politik im Tabakbereich, auf der viele staatliche Massnahmen der 180 Vertragsparteien basieren. In der Schweiz, die das Übereinkommen am 25. Juni 2004 unterzeichnete, steht die Ratifizierung und damit das Inkrafttreten noch aus. Informationsmaterial der WHO anlässlich des Jubiläums. (02/2015)

    Bundesrat unterzeichnet die Anti-Tabak-Konvention der WHO: Am 23. Juni 04 hat der Bundesrat die internationale Anti-Tabak-Konvention der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterzeichnet (Die Ratifizierung steht noch an). Die Konvention verbietet jegliche Zigarettenwerbung und Sponsoring sowie die Abgabe von Tabakprodukten an Minderjährige. Nichtrauchende sollen zudem besser vor Zigarettenrauch geschützt werden. Medienmitteilung des BA für Gesundheit (BAG).

  • Tobacco Free Initiative
    Initiative der Weltgesundheits-Organisation WHO zur Prävention und Bekämpfung von Tabakmissbrauch.
    http://tobacco.who.int
  • WHO Database mit weltweiten Informationen zum Tabakkonsum
    Diese Datenbank enthält statistische Informationen über den Tabakkonsum in vielen Ländern der Welt.
  • Welt-Tabak-Bericht - Alle sechs Sekunden stirbt ein Mensch durchs Rauchen: Jedes Jahr sterben sechs Millionen Menschen an den Folgen vom Rauchen, im Jahr 2030 könnten es acht Millionen sein. Um die Zahl einzudämmen, fordert die WHO drastische Steuern. Die WHO zählt Rauchen zu den Risikofaktoren für weitverbreitete Krankheiten wie Krebs, Herz- und Lungenleiden sowie Diabetes. An ihren Folgen sterben nach WHO-Angaben insgesamt 16 Millionen Menschen vorzeitig, das heisst vor ihrem 70. Lebensjahr. 80 Prozent der weltweit rund eine Milliarde Raucher leben nach WHO-Angaben in Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommen. Artikel auf Spiegel Online, Welt-Tabak-Bericht der WHO. (07/2015)

Europa

EU-Tabakpolitik

  • Richtlinie über die Herstellung und Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen
    Tabakprodukterichtline 2014/40/EU des Europäischen Parlaments und Rates vom 3. April 2014 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Herstellung, die Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen und verwandten Erzeugnissen und zur Aufhebung der Richtlinie 2001/37/EG.
    --> Seite der EU-Kommission zur Richtline und deren Umsetzung
  • EU - Regulierung von Tabakerzeugnissen: Die Richtlinie für Tabakerzeugnisse (2014/40/EU) trat am 19. Mai 2014 in Kraft und wurde am 20. Mai 2016 in den EU-Mitgliedstaaten geltendes Recht. Die Richtlinie enthält Vorschriften über die Herstellung, die Aufmachung und den Verkauf von Tabakerzeugnissen. Dazu gehören Zigaretten, Drehtabak, Pfeifentabak, Zigarren, Zigarrillos, nicht zum Rauchen bestimmter Tabak, elektronische Zigaretten und pflanzliche Raucherzeugnisse. Übersicht der Bestimmungen auf den Seiten der EU Kommission (05/2016)
  • Neue Tabakproduktrichtlinie im EU-Parlament verabschiedet: Das Europäische Parlament hat am 26.02.14 nach jahrelangen Beratungen und Verhandlungen eine neue Tabakproduktrichtlinie verabschiedet. Der Text muss nun noch am 14. März durch den Ministerrat verabschiedet werden. Die neue Richtlinie wird dann voraussichtlich im Mai 2014 in Kraft treten. Die Mitgliedsstaaten haben danach zwei Jahre Zeit, diese in nationales Recht umzusetzen. U.a. sollen künftig Schockbilder auf Zigarettenpackungen zu sehen sein und bestimmte Aromastoffe verboten werden. Thema des EU-Health Newsletter 124 der Europäischen Kommission, Medienmitteilung mit Zusammenstellung der Änderungen des Aktionsbündniss Nichtrauchen, Artikel auf Spiegel Online.
    (02/2014)
  • EU-Parlament beschliesst Schockbilder auf Zigarettenschachteln: Das Europäische Parlament hat für eine strengere Tabakrichtlinie gestimmt. Vor allem jugendliche Raucher sollen unter anderem mit Schockbildern vom Griff zur Zigarette abgehalten werden. Eine grosse Niederlage für die Tabaklobby ist dies trotzdem nicht: Einige geplante Regeln wurden abgeschwächt oder ganz verworfen. Stellungnahme des Aktionsbündnis Nichtrauchen, Artikel auf sueddeutsche.de, Artikel auf Zeit Online, Artikel auf NZZ Online, Kommentar auf sueddeutsche.de. Faktencheck zu den neuen Richtlinien auf Spiegel Online. Bei Schoko-Zigaretten scheint die EU weniger strenger zu sein. Darauf deutet laut einem Artikel auf Spiegel Online ein Punkt der neuen Tabakrichtlinie hin. Im EU-Parlament herrscht Konfusion. (10/2013)
  • EU verbietet Mentholzigaretten ab 2020: Die Unternehmen müssen ab 2016 unter anderem grossflächige Warnbilder auf Zigaretten-Packungen drucken, die 65 Prozent der Vorder- und Rückseite bedecken. Zugleich werden Zusatzstoffe wie Frucht- oder Vanillearomen verboten. Für Mentholzigaretten gilt dies erst ab 2020. Aufatmen können dagegen Fans der E-Zigarette. Diesem Entscheid von Vertretern von EU-Kommission, Europaparlament und Rat müssen die EU-Minister und das Europa-Parlament noch offiziell zustimmen. Artikel auf sueddeutsche.de (12/2013)
  • Verbot von Tabakwerbung und Sponsoring im länderübergreifenden Kontext
    Die Richtlinie zur Tabakwerbung (2003/33/EG) vom 26. Mai 2003 verbietet grenzüberschreitende Tabakwerbung und grenzüberschreitendes Tabaksponsoring in allen Medien außer dem Fernsehen. Verboten sind Werbung in Printmedien, Rundfunk und Internet sowie Sponsoring von Veranstaltungen, an denen mehrere Mitgliedstaaten beteiligt sind, z. B. die Olympischen Spiele und Formel-Eins-Rennen. Auf solchen Veranstaltungen ist außerdem das kostenlose Verteilen von Tabakwaren verboten. Das Verbot betrifft Werbung und Sponsoring mit dem Ziel, direkt oder indirekt den Verkauf eines Tabakerzeugnisses zu fördern.
    --> Seite der EU-Kommission zur Richtlinie und deren Umsetzung

Publikationen

  • Europäische Umfrage zu Meinungen zum Tabakkonsum: Die Mehrheit der EU-Bürger will verstärkte Massnahmen zur Bekämpfung des Tabakkonsums. Zum Weltnichtrauchertag veröffentlicht die Europäische Kommission eine EU-weite Umfrage zu Meinungen zum Tabakkonsum (Special Eurobarometer 385, pdf, 167S.). Durchschnittlich 60 % der EU-Bürger befürworten Massnahmen, deren Ziel es ist, Tabakerzeugnisse unauffälliger und unattraktiver zu machen, indem diese zum Beispiel in Geschäften aus dem Blickfeld verbannt werden oder die Verwendung angenehmer Duft- und Farbstoffe beschränkt wird. Medienmitteilung der Europäischen Kommission. (05/2012)
  • Eurobarometer zu Tabak: Der Eurobarometer Special 332 hat das Thema "Tabak". Die Publikation (pdf, 219S.) ist online erhältlich. Eine deutschsprachige Zusammenfassung (pdf, 23S.) und diverse Country-Factsheets (ZIP-File) sind ebenfalls online auf den Seiten der Europäischen Kommission zugänglich. (06/2010)

Deutschland

  • WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle
    Die Stabsstelle Krebsprävention hat im Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) die Arbeitsschwerpunkte Tabakprävention und Tabakkontrolle. Ausserdem ist hat die Stabsstelle Krebsprävention die Anerkennung als WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle.
  • Aktionsbündnis Nichtrauchen
    Das Aktionsbündnis Nichtrauchen ist ein Zusammenschluss von elf grossen nicht-staatlichen Gesundheitsorganisationen, die ihre politischen Aktivitäten im Bereich "Förderung des Nichtrauchens/Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens" bündeln.
    www.aktionsbuendnis-nichtrauchen.de

Tabakpolitik

  • Drogenbeauftragte will Verbot der Tabakaussenwerbung: Aussenwerbung für Tabakprodukte soll nach dem Willen der Drogenbeauftragten Marlene Mortler noch vor der Bundestagswahl im September verboten werden. Aber der Widerstand der Tabaklobby und mancher Politiker ist gross. Artikel auf Spiegel Online, Artikel auf Zeit Online (02/2017)
  • Warnbilder auf Zigarettenschachteln: Show- oder Schockeffekt? Seit Mai vergangenen Jahres sind Schockbilder auf Zigarettenschachteln in Deutschland Pflicht. Ist der Verkauf deswegen seitdem gesunken? Die Antwort ist nicht leicht, weil sich die Einführung der Schockbilder mit parallelen Entwicklungen überlagert. Artikel auf Spiegel Online. (02/2017)
  • Keine Plakatwerbung für Tabakprodukte – zum Schutz der Jugend: Deutschland ist das einzige Land der Europäischen Union, das noch uneingeschränkt Werbung für Tabakprodukte auf grossflächigen Plakatwänden erlaubt. Dabei zielt diese Werbung bewusst auf junge Konsumenten: Eine aktuelle Publikation (pdf, 3S.) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg zeigt, dass zwei Drittel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen Plakatwerbung bewusst wahrnehmen – und damit motiviert werden, mit dem Rauchen zu beginnen. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Umfrage (pdf, 1S.) des DKFZ, dass die Mehrheit der Bevölkerung ein Verbot der Plakatwerbung für Tabakprodukte befürwortet. Positionspapier (pdf, 3S.) und Medienmitteilung der DKFZ. (10/2016)
  • E-Zigaretten - Deutschlandweites Monitoring gefordert: Die Tabakindustrie hat das Marktpotenzial der E-Zigarette erkannt und begonnen, E-Zigaretten im großen Stil zu produzieren und mit beträchtlichem Marketingaufwand weltweit zu vertreiben. Internationale und nationale Studien legen einen Anstieg des Konsums von E-Zigaretten nahe, während das gesundheitliche Risikoprofil und das Suchtpotenzial von E-Zigaretten bislang ungeklärt sind. Das Mannheimer Institut für Public Health MIPH wertet diesen massiven Anstieg als alarmierend und plädiert für ein bundesweites Monitoring sowie eine weitere Untersuchung des Risikoprofils der E-Zigarette. Artikel auf Medizin Aspekte. (08/2016)
  • Verbot von Tabakwerbung: Auf Plakatwänden und Litfasssäulen darf ab 2020 nicht mehr für Zigaretten und Co. geworben werden. Industrie und Werbewirtschaft kritisieren das Verbot scharf. Deutschland ist im Moment das letzte Land in der Europäischen Union, welches noch uneingeschränkt Aussenwerbung für Tabakerzeugnisse erlaubt. Artikel auf Spiegel Online (04/2016)
  • E-Zigaretten dürfen nicht mehr an Jugendliche verkauft werden: Seit dem 1. April dürfen in Deutschland keine E-Shishas und E-Zigaretten mehr an Kinder und Jugendliche abgegeben werden. Zum Jugendschutz beitragen sollen ab Mai dann zudem Schockbilder auf Zigarettenpackungen. Mitte März billigte der Bundesrat ein entsprechendes Gesetz. Es schreibt vor, dass Warnbilder und aufklärende Texte künftig zwei Drittel der Vorder- und Rückseite von Zigaretten- und Drehtabakverpackungen bedecken müssen. Artikel auf Spiegel Online. (03/2016)

  • Schockfotos auf Zigarettenschachteln - Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Ab dem 20. Mai 2016 müssen neue Zigarettenschachteln in Deutschland zu zwei Dritteln mit Schockbildern und Warnhinweisen versehen werden. Die EU-Tabakproduktrichtlinie verbietet zudem sogenannte Lippenstiftpackungen, die im entsprechenden Verpackungsstil besonders junge Frauen ansprechen sollen. Auch nicht mehr erlaubt sind etwa Zusatzstoffe in einer Menge, die den Tabakgeschmack überdeckt. Artikel auf Spiegel Online, Artikel der Tageszeitung taz, Artikel der Sueddeutschen Zeitung. (05/2016)

    Bundesrat beschliesst Schockbilder auf Zigarettenschachteln: Wer raucht, wird auch in Deutschland ab Ende Mai mit Schockfotos und grösseren Warnhinweisen auf den Zigarettenschachteln konfrontiert. Nach dem Bundestag stimmte am Freitag auch der Bundesrat (zum Beschluss) mehrheitlich dem Gesetz zur Umsetzung der EU-Tabakrichtlinie in Deutschland zu. Artikel auf Spiegel Online, Beitrag auf Deutschlandfunk. (03/2016)

    Deutschland - Grössere Warnhinweise auf Zigarettenschachteln: Raucher in Deutschland müssen sich vom kommenden Frühjahr an auf Schockfotos und grössere Warnhinweise auf Zigarettenschachteln einstellen. Von Mai 2016 an sollen zwei Drittel der Vorder- und Rückseite von Zigaretten- und Drehtabak-Verpackungen für kombinierte Warnbilder und aufklärende Texte reserviert sein - weit mehr als bisher. Artikel auf Spiegel Online. (12/2015)

  •  Memorandum zur gesetzlichen Regulierung von nikotinhaltigen und nikotinfreien E-Zigaretten: E-Zigaretten sind gesundheitlich bedenklich, kultivieren das Rauchritual und belasten die Innenraumluft. Das Deutsche Krebsforschungszentrum und das Aktionsbündnis Nichtrauchen fordern daher gemeinsam mit den unterzeichnenden medizinischen und wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Institutionen die Bundesregierung und die Bundestagsabgeordneten aller Parteien auf, in Deutschland einen wirksamen Verbraucher- und Jugendschutz zu gewährleisten und entsprechende Gesetzesänderungen zur Regulierung von E-Zigaretten zu verabschieden. Zum Memorandum (pdf, 1S.). (05/2015)
  • Deutschland - E-Zigaretten dürfen weiter frei verkauft werden: Die nikotinhaltigen Flüssigkeiten in E-Zigaretten sind keine zulassungspflichtigen Arzneimittel. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Der Verkauf in Tabakläden und im Internet ist damit weiter möglich. Artikel auf Spiegel Online. (11/2014)

  • Deutschland - Gericht entscheidet für Elektro-Raucher: Arzneimittel oder Lebensmittel? Politik und Justiz sind sich in Deutschlang uneins in der E-Zigaretten-Frage (mit Nikotin). Nun urteilten Richter im Sinne der Hersteller. Die elektronischen Kippen könnten bald ganz legal im Supermarkt zu kaufen sein. Artikel auf Spiegel Online. (03/2012)

    Gesundheitliche und rechtliche Bewertung von E-Zigaretten.
    Eine Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage. (02/2012)