SuchtMagazin 4/2016

Internationale Suchtpolitik

Inhalt:
Das internationale Drogenkontrollsystem: Ursprung und jüngste Entwicklungen
UNGASS 2016: Gebrochener oder breiter Konsens?
Nachhaltige Entwicklung als Chance für die Drogenpolitik
Cannabis: Rolle und Konsequenzen der internationalen Drogenpolitik
Interaktion von Regierung und Zivilgesellschaft in der Drogenpolitik
Warten auf Godot. Zur unsteten Entwicklung von Drogenpolitiken
Internationale Rahmenbedingungen der Schweizer Suchtpolitik
Alkoholregulierungen im Vergleich
Selbstregulierung der Alkoholindustrie
--> Zum Inhalt

Der Artikel "(pdf) Nachhaltige Entwicklung als Chance für die Drogenpolitik" von David Bewley-Taylor & Christian Schneider steht zum Download bereit.

Das Heft kann für 18 CHF/13 Euro unter abo@suchtmagazin.ch oder über dieses Online-Bestellformular. Infos: www.suchtmagazin.ch

UNO-Organisationen

United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC)
UNO-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung. Die UNODC ist weltweit tätig im Kampf gegen Drogen und internationaler Kriminalität.
hwww.unodc.org

The Global Youth Network: Website des UNO-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC). Die Seite versteht sich als Schnittstelle zwischen Jugendgruppen und der UNODC.
www.unodc.org/youthnet

International Narcotics Control Board INCB - Internationaler Suchtstoffkontrollrat
Ist unter anderem für die Zuteilung von Narkotika zu medizinischen Zwecken verantwortlich (englisch, französisch, spanisch). Pressemitteilungen auch auf deutsch
www.incb.org

The Commission on Narcotic Drugs - Suchtmittelkommission der UNO
Die Kommission berät jedes Jahr eine Woche in Wien über die Umsetzung der internationalen Drogenabkommen und der entsprechenden Erklärungen und Aktionspläne der UNO.
www.unodc.org/unodc/en/commissions/CND/

NGO's & Projekte

International Drug Policy Consortium
Globales Netzwerk zur Förderung einer offenen Debatte zu Drogenpolitik.
www.idpc.net

Global Commission on Drug Policy - Weltkommission für Drogenpolitik
Die Global Commission on Drug Policy ist eine unabhängige internationale Kommission mit dem erklärten Ziel, Ansätze für eine evidenzbasierte und schadensmindernde Drogenpolitik zu erarbeiten und in die öffentliche Diskussion einzubringen. Das Gremium wurde im Januar 2011 von hochrangigen Politikern, Geschäftsleuten und Menschenrechtlern gegründet.
www.globalcommissionondrugs.org

Transform Drug Policy Foundation
www.tdpf.org.uk

The Expert Group on the Economics of Drug Policy
Website

The War on Drugs: Time to Count the Costs
www.countthecosts.org

UNGASS 2016

Weltweiter Aufruf zur Beendigung des Krieges gegen die Drogen: Kurz vor Beginn der UN-Sondersession (UNGASS) zum Weltdrogenproblem, die vom 19. bis am 21. April 2016 in New York stattfindet, rufen weltweit Tausende, Individuen und Organisationen, dazu auf, den Krieg gegen die Drogen zu beenden. Die Föderation der Suchtfachleute hat in der Schweiz innert weniger Tage rund 400 Personen, darunter zahlreiche Persönlichkeiten, dazu bewegt, eine Petition (pdf, 2S.) zuhanden von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zu unterzeichnen. Darin wird dieser dazu aufgefordert, die Regierungen zu ermahnen, den verheerenden drogenpolitischen Ansatz der 1970er Jahre endlich aufzugeben. Medienmitteilung (pdf, 2S.) der Föderation. (04/2016)

Der gescheiterte Drogenkrieg: Entmoralisieren, legalisieren!: Tagt gegen Ende April in New York wieder einmal die Sondergeneralversammlung der Vereinten Nationen zum Thema Drogen, dann ist kaum damit zu rechnen, dass die Staaten einstimmig auf ein Ende des «War on Drugs» hinwirken. Aber die Reihen der Drogenfeinde stehen nicht mehr geschlossen. Besonders die Staaten Mittelamerikas, die unter der Last dieses Kriegs beinahe zusammenbrechen, wollen sich einen solchen Kreuzzug nicht mehr länger aufzwingen lassen. Artikel der Wochenzeitung woz. (04/2016)

Spectra - Internationale Drogenpolitik: Die aktuelle Ausgabe (Nr. 112) steht zum Download bereit. Aus dem Inhalt: UNGASS 2016; Ruth Dreifuss im Interview; Substitutionsbehandlung; Herausforderungen bei der Ausbildung von Fachleuten im Suchtbereich; Gleichgewicht zwischen Eigenverantwortung und Unterstützung; Globaler Kampf gegen Tabakkonsum; SmokeFree-Kampagne. (02/2016)

Internationale Übereinkommen

Gesetzliche Übereinkommungen
www.unodc.org/unodc/en/treaties

Single Convention on Narcotic Drugs von 1961: Das Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel von 1961 ist ein internationales Vertragswerk mit dem Ziel, die Verfügbarkeit bestimmter Drogen (v.a. Opiate, Marihuana, Kokain) einzuschränken. Das Einheitsabkommen bindet als völkerrechtlicher Vertrag über 180 Staaten aufgrund internationalen Rechts und bestimmt teilweise direkt nationale Betäubungsmittelgesetze. Diese UNO-Vereinbarung gilt seit 1996 auch für die Schweiz. Eine deutschsprachige Fassung (pdf, 20S.) des Protokolls ist ebenfalls online erhältlich.

Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen den unerlaubten Verkehr mit Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen von 1988: Dieses Übereinkommen (englisch) verbietet explizit Anbau, Erwerb und Besitz von Drogen. Die Schweiz hat diese Konvention 1989 unterschrieben. Die Bundesversammlung hat sie am 16. März 2005 genehmigt. Seit dem 13. Dezember 2005 ist dieses Übereinkommen auch für die Schweiz gültig. Die deutschsprachige Fassung (pdf, 40S.) des Übereinkommens ist ebenfalls online erhältlich.

Publikationen

Weltdrogenbericht 2016: Organisierte Drogenkriminalität international zu bekämpfen – das ist die Hauptaufgabe des Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen (UNODC). Jetzt hat es seinen jährlichen Weltdrogenreport veröffentlicht. Demnach leiden schätzungsweise 29 Millionen Menschen an den Folgen, die illegale Drogen haben. Etwa 17 Millionen davon seien süchtig nach Opiaten, dazu gehören Heroin, Opium und Morphium. Allein 2014 habe es weltweit 207.000 Drogentote gegeben. Artikel auf Zeit Online, Artikel auf NZZ Online, Beitrag von Hans Cousto im Drogerie Blog der deutschen Tageszeitung taz. (06/2016)
www.unodc.org/wdr2016

Ältere Weltdrogenberichte sind hier erhältlich

Jahresbericht 2015 des Internationalen Suchtstoff-Kontrollrats (INCB): Fast ein Viertel der erwachsenen EU-Bürger hat zumindest einmal im Leben illegale Drogen ausprobiert. Am häufigsten konsumiert wird dabei Cannabis, das 19,3 Millionen Menschen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren schon mal genommen haben, gefolgt von Kokain (3,4 Millionen), Ecstasy (2,1 Millionen) und Amphetaminen (1,6 Millionen). Das geht aus dem Drogenbericht 2015 (Englisch) des Internationalen Suchtstoffkontrollrats hervor. Artikel auf Zeit Online, Artikel auf Spiegel Online. (03/2016)

Ältere Jahresberichte sind hier hier erhältlich

Technical Reports des INCB
www.incb.org/incb/en/publications/technical-reports.html

Drogenhandel in Westafrika muss durchdachter bekämpft werden: Wohl wird nur ein Bruchteil des weltweit geschmuggelten Kokains in Westafrika umgeschlagen. Die erzielten Umsätze übersteigen aber die Budgets mancher Staaten. Eine intelligentere Antidrogenpolitik müsste sich auf die Bekämpfung der Folgen in den einzelnen Ländern konzentrieren. Dafür braucht Westafrika die Hilfe seiner Partner. Mitteilung auf den Seiten der Global Commission on Drug Policy. (10/2016)

Politikgestaltung und Steuerung für Gesundheit: Das WHO-Regionalbüro für Europa hat die Ergebnisse einer umfassenden Studie (pdf, 108S., Englisch) vorgestellt, die sich mit modernen Ideen und innovativen Praktiken der Politikgestaltung und Steuerung für die Gesundheit im 21. Jahrhundert befasst. Die Studie enthält auch Empfehlungen dazu, wie Regierungen durch umfangreiche Kooperation hierzu beitragen können. Medienmitteilung des Regionalbüros (Deutsch).(09/2011)

ENCOD-Bulletin - Einheitsabkommen aus dem Jahre 1961: Der April-Newsletter 2011der European Coalition for Just and Effective Drug Policies (ENCOD) berichtet über das jährliche Treffen der Suchstoffkommission der Vereinten Nationen in Wien (CND). Diese Kommission wacht u.a. über die Einhaltung des Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel aus dem Jahre 1961.

War on Drugs/Regulierungsmodelle

Drogenpolitikreform - Ein neues Verständnis von Entkriminalisierung: Die Global Commission on Drug Policy hat ihren fünften Bericht zur Weltdrogenpolitik (pdf, 48S.) veröffentlicht. Die Kommission verlangt, die Kriminalisierung von DrogenkonsumentInnen zu beenden und in die Erforschung von Modellen zur Regulierung des Drogenmarktes zu investieren. (11/2016)

Wir müssen den Krieg gegen Drogen beenden: Drogen lassen sich nicht vernichten. Der Versuch hat tausendfach Menschenleben zerstört. Es ist Zeit, umzudenken: Die Welt kann mit Drogen leben und sie kontrollieren. Ein Gastbeitrag von Richard Branson in der Wochenzeitung die Zeit. (06/2016)

Appell an Uno: Ex-Staatschefs fordern liberalere Drogenpolitik: Prominente Ex-Politiker halten den Kampf gegen Drogen für gescheitert. Konsumenten dürften nicht länger kriminalisiert werden, fordern frühere Staatschefs um Kofi Annan in einem Aufruf an die Vereinten Nationen. Der Bericht "Taking Contgrol: Pathways to Drug Policies that Work" (pdf, 25S., Englisch) der Global Commission on Drug Policy steht zum Download bereit, Medienmitteilung der Kommission, Artikel auf Spiegel Online. (09/2014)

Kofi Annan fordert die Legalisierung weicher Drogen: Drogen und Korruption schwächen die westafrikanischen Staaten massiv. Jetzt fordert der frühere UN-Generalsekretär Annan die Legalisierung weicher Drogen – als Mittel gegen Staatsverfall in Afrika. Interview mit Kofi Annan in der Zeitung die Welt. (06/2014)

Den Krieg gegen Drogen beenden: Die Publikation "Ending the Drug Wars" von "The Expert Group on the Economics of Drug Policy" steht zum Download bereit. Die Expertengruppe fordert ein neues internationales Paradigma, das die menschliche Sicherheit, die öffentliche Gesundheit und nachhaltige Entwicklung an die Stelle des gescheiterten Krieg gegen die Drogen stellt. Der Bericht wurde von 5 Nobelpreisträgern unterschrieben und Herausgeber ist die London School of Economics LSE. (05/2014)

Auswirkungen des Drogenkriegs auf die Volksgesundheit: Der dritte Bericht Global Commission on Drug Policy GCDP mit dem Titel "Die verheerenden Auswirkungen des Drogenkriegs auf die Volksgesundheit: Die versteckte Hepatitis-C-Epidemie" liegt nun auch auf Deutsch vor und steht zum Download (pdf, 13S.) bereit. (03/2014)

Auswirkungen des Drogenkriegs auf die öffentliche Gesundheit: Geschätzte 10 der 16 Millionen Menschen, die weltweit Drogen spritzen, leben mit dem Hepatitis-C-Virus. In einigen der Länder mit besonders restriktiven Drogengesetzen sind es sogar weit mehr als die Hälfte – in Thailand und Teilen von Russland zum Beispiel sind über 90 Prozent der intravenös Drogenkonsumierenden mit dem Virus infiziert. Der neue Bericht "Auswirkungen des Drogenkriegs auf die Volksgesundheit: Die versteckte Hepatitis-C-Epidemie" der Weltkommission für Drogenpolitik (GCDP) steht zum Download (Deutsch: Bericht / Zusammenfassung, pdf) bereit. Artikel auf tagesanzeiger.ch, www.globalcommissionondrugs.org/hepatitis (05/2013)

Lateinamerikas Staaten stellen Drogen-Verbot infrage: Ein Bericht der 'Organization of American States' OAS könnte die bisherige weltweite Drogenpolitik radikal verändern. Ein Szenario sieht vor, Produktion und Handel in Lateinamerika zu dulden. Artikel auf Zeit Online. (05/2013)

Governing The Global Drug Wars: Seit einem Jahrhundert verfolgt die internationale Gemeinschaft eine repressive Drogenpolitik. Diese Publikation der Open Society Foundation fragt nach den Gründen dieser Haltung, danach warum der Krieg gegen Drogen gescheitert ist und welche möglichen Auswege es gibt. Die Publikation enthält u.a. einen Beitrag von Ruth Dreifuss. (03/2013)

Die hässliche Wahrheit im Krieg gegen Drogen: In Wien tagt diese Woche die UNO-Drogenkommission. Grund genug für Ruth Dreifuss, die bisherige Drogenpolitik scharf zu kritisieren. Der Artikel "An Ugly Truth in the War on Drugs" ist in der New York Times erschienen. Artikel auf tagesanzeiger.ch. (03/2013)

Nach dem Krieg gegen die Drogen - Modelle für einen regulierten Umgang: Die von akzept herausgegebene deutsche Fassung (pdf, 240S.) von 'After the War on Drugs: Blueprint for Regulation' von Transform (UK) steht zum Download bereit. (07/2012)

Alternativer Weltdrogenbericht - Die Kosten des "War on Drugs": Die Publikation "The Alternative World Drug Report: Counting the Costs of the War on Drugs" ist online auf den Seiten der Open Society Foundations erhältlich. (06/2012)

Krieg gegen Drogen und HIV/AIDS: Die Publikation "The War on Drugs and HIV/AIDS: How the Criminalization of Drug Use Fuels the Global Pandemic" ist online auf den Seiten der Open Society Foundations erhältlich. (06/2012)

Internationale Drogenpolitik: Der Politologe Christian Schneider hat in seiner Dissertation (Englisch, pdf, 184S.) die UNO-Drogenpolitik untersucht. Sein Fazit: Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) erfüllt seine Aufgabe nicht. Die Staatengemeinschaft hat aber kein Interesse daran, das zu ändern. Aus guten Gründen. Interview mit Schneider zu seiner Diss. (06/2012)

Entwicklung einer kohärenten Suchtpolitik: Die Publikation "Policy paper providing guidance to policy makers for developing coherent policies for licit and illicit drugs" steht online auf den Seiten der Groupe Englisch/Französisch) bereit. (04/2012)

Weltmacht Rauschgift - Der verlorene Krieg: Wieder einmal haben die Rauschgift-Experten der Vereinten Nationen in Wien (55. Sitzung der UN-Suchtstoffkommission getagt). Und wieder einmal geht es um die Bekämpfung des Anbaus von Opium und der Coca- Pflanze. Immer mehr Fachleute erklären den internationalen Krieg gegen Drogen für gescheitert. Schickt nicht Soldaten, schickt Entwicklungshelfer, sagen viele. Manche gehen noch weiter: Gebt die Drogen frei, dann hört auch die Kriminalität auf. Ist es tatsächlich so einfach? Artikel "Ausweg gesucht nach verlorenem Krieg gegen Drogen" auf swissinfo.ch

War on Drugs: In einem Bericht, den die Global Commission on Drug Policy heute veröffentlicht, heisst es: «Der jahrzehntelange Krieg gegen die Drogen ist verloren und hat verheerende Folgen für Menschen rund um die Welt». Statt Drogenabhängige strafrechtlich zu verfolgen, sollten Regierungen den Drogenmissbrauch entkriminalisieren, legale Modellversuche starten und die Behandlungsangebote für Süchtige verbessern, rät das Gremium. www.globalcommissionondrugs.org/report, Artikel auf tagesanzeiger.ch (06/2011)

Krieg gegen Drogen: Der vielbeachtete Bericht "War on Drugs" von 2011 liegt nun auch in einer deutschen Übersetzung (pdf, 22S.) vor. Herausgeberin ist die Weltkommission für Drogenpolitik. (03/2012)

Würde eine Drogenlegalisierung den Entwicklungsländern schaden?: Während des Treffens der Suchtstoffkommission, letzten März in Wien, warnte der Direktor des Büros zur Drogen- und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen (UNODC) Antonio Maria Costa, dass Entwicklungsländer vor einem „Gesundheitsdesaster“ ständen wenn es den wohlhabenden Ländern nicht gelänge, Drogen zu kontrollieren. Der aktuelle Newsletter (Nr. 64) von der European Coalition for Just and Effective Drug Policies (ENCOD) diskutiert die Frage, ob eine Legalisierung der Drogen den Entwicklungsländern schaden würde. (06/2010)

Drug Policy Guide der IDPC: Das International Drug Policy Consortium IDPC ist ein weltweites Netz von NGO und Fachleuten, welche sich für eine offene und objektive Drogenpolitik auf nationaler und internationaler Ebene einsetzen. Die IDPC veröffentlichte nun die erste Ausgabe des Drug Policy Guide (pdf, 124S.), welcher sich hauptsächlich an politische EntscheidungsträgerInnen richtet. Der Guide fasst globale Erkenntnisse und bewährte Praktiken bei der Konzeption und Umsetzung von drogenpolitischen Massnahmen und Programme auf nationaler Ebene zusammen. (03/2010)

Entwurf einer post-prohibitiven Drogenpolitik: Weltweit wird zunehmend erkannt, dass die repressive Drogenpolitik kontraproduktiv in Bezug auf das Ziel ist, welches sie verfolgt. Doch wie könnte eine alternative Drogenpolitik aussehen? Die Publikation (pdf, 232S.) "After the War on Drugs: Blueprint for Regulation" versucht darauf eine Antwort zu geben. Herausgegeben von der Transform Drug Policy Foundation (tdpf). Artikel in The Economist, der sich auch auf diese Studie bezieht. (Alles auf Englisch). (11/2009)

Bericht der Kommission über das weltweite Drogenproblem der letzten zehn Jahren: Die Europäische Kommission hat einen Bericht über die weltweiten illegalen Drogenmärkte seit 1998 veröffentlicht. Darin wird nachgewiesen, dass die Drogenbekämpfungsmassnahmen im letzten Jahrzehnt weltweit verstärkt wurden, insbesondere auf nationaler Ebene. Bemühungen um Hilfen für DrogenkonsumentInnen wurden ausgebaut und härtere Massnahmen gegen Drogenhändler verabschiedet. Die Studie, auf die sich der Bericht stützt, enthält aber keine Anhaltspunkte, dass das weltweite Drogenproblem zwischen 1998 und 2007 geringer geworden wäre. Medienmitteilung der Kommission. Der Bericht ist in einer kurzen (pdf, 74S., Englisch) und in einer langen Fassung (pdf, 435S., Englisch) online zugänglich. (03/2009)

Kurze Geschichte und Kritik der Drogenprohibition im 20. Jahrhundert: Artikel von Jakob Tanner in der Fachzeitschrift Zeitenblicke (9/2009).